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Saison (Rückblick)

Kleiner Rückblick der B-Junioren in 2016/17

B-Junioren 2016/17
B-Junioren 2016/17 - 7. Platz Endrunde HKM Fulda

Gute Besserung

Gute Besserung war nach „Alles Gute zum Geburtstag“ mit mehr als 150 Zählungen der am zweithäufigsten verwendete Ausspruch in der WhatsApp - Gruppe unserer B - Junioren.

Die Gründe hierfür sind in der Liste der Krankheiten und Verletzungen zu suchen, die Ursache für die 150 Nennungen sind: Vom Schlüsselbeinbruch, über eine herausgesprungene Kniescheibe, einen Handbruch, Meniskusriss, Kreuzbandriss und Gehirnerschütterung war alles dabei. Stärkere Prellungen am Mittelfuß, Steißbein oder Nasenbein sowie Rückenschmerzen zählten hierbei noch zu den harmloseren Ausfallgründen. Um die Vollständigkeit zu gewährleisten müssen noch eine Sprunggelenkdistorsion, Weisheitszähne, Kapselanriss sowie Fieber und der tückische Männerschnupfen aufgezählt werden.

Fußball spielte der zahlenmäßig knappe Kader der B – Junioren zwischendurch aber auch noch.

Und das zu Beginn der Saison gar nicht mal so schlecht. In Kerzell setzte es zum Auftakt zwar eine schallende 1:6 – Klatsche, von der man aber noch nicht wusste wie man sie einzuordnen hat. Eine Woche später bezwang man Buchonia Flieden zu Hause mit 4:2 und nach dem lockeren Pokalsieg in Neuhof setzte man sich auch in Burghaun mit 3:1 durch, so dass bereits sechs Punkte erreicht waren.

Das Unheil nahm jedoch schon eine Woche später seinen Lauf. Gegen den JFV Bad Hersfeld ging man motiviert zur Sache, doch zahlreiche individuelle Fehler führten dazu, dass man es den Gästen einfach zu leicht machte, um zum Erfolg zu kommen. Am Ende stand es 1:6 und zu allem Überfluss musste Schlussmann Dominik Schlag in der Halbzeit raus, weil seine Hand nach einem Schlag gegen die Latte dick angeschwollen war. Die Diagnose ist in Absatz zwei zu finden.

Ohne etatmäßigen Keeper wurden die nächsten Spiele bestritten. Im Pokalspiel gegen JFV Fulda 2015 „Borussia“ ging das gehörig schief. Wiederum stand es am Ende 1:6. Nach einer weiteren Niederlage beim JFV Hünfelder Land wurde das Spiel gegen den Spitzenreiter FV Horas aufgrund fehlender Spieler komplett abgesagt. Es folgten zwei weitere Niederlagen gegen JFV Fulda und in Hofaschenbach, wobei man hier unterstützt durch mehrere C – Junioren gar nicht so schlecht aussah. Das Manko des verletzt fehlenden Torwarts machte sich aber hier deutlich bemerkbar. In den letzten drei Spielen vor der Winterpause lief es dann recht ordentlich. Zumindest wurde gepunktet. Die JSG WestRing wurde mit 5:0 geschlagen, wobei hier auch das Glück zurückkehrte. Ein frühes Tor und der in Halbzeit eins exzellent aufgelegte Interimstorwart Louis Gutberlet waren Garant für die Halbzeitführung. Die 2. Hälfte begann mit einem Rückschlag. Louis Gutberlet konnte nicht mehr weiterspielen und so musste mit Homan Halimi der Stürmer der C – Junioren in den Kasten. Es machte seine Sache sensationell gut und hielt unter anderem einen Elfmeter. Die Gäste bissen sich die Zähne aus und verzweifelten. Auf der anderen Seite fielen dann die Tore und somit war der 3. Saisonsieg in trockenen Tüchern. Einziger Wehmutstropfen war die rote Karte gegen Leon Maierhof, der somit den ohnehin dezimierten Kader weiter schwächte.

In Hattenbach kehrte Dominik Schlag wieder ins Tor zurück und auch hier sah es lange Zeit gut aus. Dominik konnte sich ein ums andere Mal beweisen und in Halbzeit zwei fiel der lang ersehnte Führungstreffer. Kurz vor Ende der Partie fiel aber nach einer unbeschreiblichen Kette an Fehlern und Missgeschicken der Ausgleich zum 1:1 – Endstand.

Ganz dramatisch war dann das letzte Spiel am Noppen gegen die JSG Eitratal. In einem intensiven Spiel führten die Jungs von Trainer Marijan Tukeric bis kurz vor Schluss mit 2:1. Dominik Schlag musste nachdem er umgeknickt war, erneut das Feld verlassen und Louis Gutberlet sprang wieder in die Bresche. Was dann bei diesem Flutlichtspiel noch passierte lässt einen manchmal nur mit offenem Mund und absoluter Fassungslosigkeit zurück. Zwei hoch reingebrachte direkte Freistöße aus jeweils mehr als 30 Metern waren bei kaltem Wetter und Flutlicht der Grund für die unglücklichste Niederlage an die man sich erinnern kann. Das 2:3 fiel in der 4. Minute der Nachspielzeit und war die zuvor vom Schiedsrichter angekündigte letzte Aktion. Fassungslosigkeit und Tränen waren allgegenwärtig.

In der Hallenrunde qualifizierte sich die Mannschaft ungeschlagen für die Endrunde. In Gruppe eins mit den Verbandsligisten Petersberg und Viktoria Fulda II sowie dem Hessenligisten Viktoria Fulda hingen die Trauben sehr hoch und am Ende blieb der 4. Platz in Erinnerung.

Die Winterpause sollte eigentlich genutzt werden, um die Verletzungen und Wunden auszukurieren doch schon in der Vorbereitung gab es die ersten Ausfälle zu vermelden. Zunächst offenbarte Trainer Marijan Tukeric, dass er beruflich bedingt nach Waldshut – Tiengen umzieht. Dank der Unterstützung von Venko Pavic wurde Marko Madzar innerhalb kürzester Zeit als Trainer verpflichtet.

Julius Zink erlitt einen Skiunfall und meldete einen Bruch des Schlüsselbeins. Im ersten Spiel der Restrunde in Flieden nahm das Unheil erneut seinen Lauf. Louis Gutberlet musste das Spielfeld mit Verdacht auf Nasenbeinbruch verlassen und zu allem Überfluss musste David Heil mit einer schweren Verletzung via Christoph 28 ins Krankenhaus geflogen werden. Die Diagnosen ergaben später dann eine starke Nasenbeinprellung sowie eine herausgesprungene Kniescheibe. Nichts desto trotz fehlten beide Spieler in den nächsten Wochen und machten es der Mannschaft nicht leichter. Derart dezimiert verlor man zu Hause gegen Burghaun mit 1:2 und trotz dreier Tore von Stürmer Malte Gensler in Bad Hersfeld mit 6:3 wobei hier bei den sechs Gegentoren abermals Nachlässigkeiten im Defensivspiel als Gründe auszumachen waren.

Die 2:3 – Niederlage zu Hause gegen den JFV Hünfelder Land ließ einen dann ernüchtern, denn gerade in diesem Spiel hatte man auf die Wende gehofft, die dann unverhoffter Weise in der Johannisau stattzufinden schien. Scheinbar beflügelt durch die Rückkehr von Kapitän David Heil und einem gut aufgelegten Schlussmann Dominik Schlag gewann man mit 3:2 und das Ziel Klassenerhalt schien wieder in greifbarer Nähe zu sein.

Was jedoch hier noch niemand wissen konnte, war die Tatsache, dass es der letzte Saisonsieg gewesen war. Im Heimspiel gegen Nüsttal setzte es eine derbe 1:7 – Klatsche und wenige Tage später in Sickels gegen den direkten Konkurrenten JSG WestRing gab es ein 1:3. In beiden Spielen war es nicht gut bestellt um die Mannschaft.

Im vorletzten Heimspiel gegen die JSG Rippberg war durchaus die Möglichkeit gegeben, zum Erfolg zu kommen doch in der Anfangsphase schwächte man sich durch eine rote Karte und beraubte sich der in diesem Spiel notwendig gewesenen Offensivqualitäten. Abermals war es ein zu zaghaftes Abwehrverhalten, dass zum 0:1 führte und ein Konter in der Nachspielzeit zum 0:2, was im Überlebenskampf einfach zu wenig war.

Im vorletzten Saisonspiel gegen das Schlusslicht JFV Aulatal probierte man vorher alles Menschenmögliche. Eine Sondereinheit, Familienpizzen sowie eine Spielersitzung sollten den Ernst der Lage aufzeigen, doch dies war am Sonntag offensichtlich nicht bei allen Spielern angekommen. Nach der 1:2 – Niederlage herrschte Grabesstimmung. Im letzten Saisonspiel in Wölf griff man zu disziplinarischen Maßnahmen und eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft gespickt mit zahlreichen C – Junioren biss sich in das Spiel rein. Drei Rückschläge wurden weg gesteckt und in der letzten Minute der Nachspielzeit erzielte man durch einen Elfmeter noch das verdiente 3:3, welches aufgrund der gemeldeten Spielstände von den anderen Plätzen zumindest für ein Entscheidungsspiel ausreichen sollte.

Diese Hoffnung wurde dann ca. 15 Minuten später schlagartig erstickt. So rettete sich Aulatal durch einen Doppelschlag in Spielminute 77 zu einem Unentschieden. Dieser Punktgewinn reichte für den vorletzten Tabellenplatz und damit für den Klassenerhalt. So bleibt am Ende der ernüchternde Abstieg in die Kreisliga.

Torschützen: Malte Gensler (9 Tore), David Heil (9), Maximilian Schlotzhauer (5), Dorian Hämel (3), Süleyman Nurdogan (2) sowie Jan Brähler, Maxime Diel, Leon Maierhof, Adis Topal und Leon Wirch (jeweils 1 Tor). Hinzu kommen drei Eigentore.

Eingesetzte Spieler: Süleyman Nurdogan (20), Jan Brähler (19), Dorian Hämel (19), Philipp Pappert (19), Tim Sondergeld (19), Adis Topal (19), Julius Zink (19), Malte Gensler (18), David Heil (17), Leon Maierhof (17), Maximilian Schlotzhauer (17), Dominik Schlag (16), Niklas Busse (12), Louis Gutberlet (11), Maximilian Schmidt (10), Erdem Durdu (7), Maxime Diel (5), Homan Halimi (5), Fynn Fladung (4), Jannes Schramm (3),Leon Wirch (3), Marius Arnold (1), Patrick Asselborn (1), Noah Cravener (1), Abdiqani Mohamud Hassan (1) und Tommy Schel (1).

(Quelle: Kurier 2017/18)

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